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Lost in EUrope – http://lostineurope.posterous.com

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V.i.S.d.P.: Eric Bonse

Im Sinne einer konstruktiven Diskussion behalte ich mir vor, Kommentare zu editieren oder zu löschen.

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Seit 2004 verfolge ich Höhen und Tiefen der Europapolitik aus Brüssel – zunächst für das “Handelsblatt”, dann als freier Journalist. Zuvor war ich als Reporter in Paris und lernte die französische Sicht auf Europa und die Welt kennen. Ich war dabei, als der Euro aus der Taufe gehoben wurde und als Frankreich den Fußball-Weltmeister-Titel holte – quelle aventure!

 

Über diesen Blog

 

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Whisky-Werbung ist vielleicht doch einfacher als Überzeugungsarbeit für die EU

“Lost in Europe” war ursprünglich der Titel eines Essays, das ich nach dem Scheitern des europäischen Verfassungsvertrags geschrieben habe. Schon damals war klar, dass die EU-Politiker nicht mehr weiter wussten. Franzosen und Niederländer hatten “Nein” gesagt, eigentlich hätte man einen demokratischen Neubeginn wagen müssen.

Doch das wollten Merkel & Co. um jeden Preis verhindern – und modelten die gescheiterte Verfassung in einen neuen EU-Vertrag um. Seither ist die Lage leider nicht besser geworden, im Gegenteil. Nicht nur die Bürger fühlen sich in EU-Europa verloren (“lost in EUrope”). Auch die Chefs haben die Lage nicht mehr im Griff, wie die ständigen Sondergipfel zeigen.

Seit dem Beginn der Euro-Krise sieht es sogar so aus, als werde die Union nicht mehr von demokratisch gewählten Politikern, sondern von anonymen “Märkten” und herzlosen “Technokraten” regiert. Europa ist nicht mehr der selbstbewusste Kontinent, der sich gegen arrogante Amerikaner und autoritäre Chinesen mit einem eigenen, originellen Modell (eben der EU) behauptet.

Vielmehr deutet vieles darauf hin, dass die EU selbst zum Problem geworden ist. Sie hat nicht mehr nur mit Demokratiedefizit, Bürokratie und Intransparenz zu kämpfen. Vielmehr produziert sie immer mehr “Lösungen”, die sich binnen weniger Monate als Scheinlösungen erweisen. Selbst der EU-Vertrag, der mindestens zehn Jahre halten sollte, wird schon wieder revidiert – von der so genannten Euro-Rettung ganz zu schweigen…

Diese Malaise nicht nur zu beschreiben, sondern auch gegen sie anzuschreiben, ist das Ziel dieses Blogs. Mit meinen Beiträgen möchte ich nicht etwa die grassierende EU-Skepsis bedienen. Vielmehr will ich als überzeugter Europäer und informierter EU-Insider aufzeigen, wie und warum sich Europa von seinen Idealen entfernt – und was man dagegen tun kann.

Meine Leserinnen und Leser möchte ich herzlich einladen, sich aktiv zu beteiligen. Denn es wird höchste Zeit, dass sich auch in Deutschland endlich eine Debatte über EUropa entwickelt, wie es sie in anderen Ländern – etwa in Frankreich – längst gibt. Wer mitmachen möchte oder spannende Infos zur EU-Politik hat, sende eine Mail an: eboneu.1@gmail.com

 

P.S. Natürlich ist “Lost in EUrope” auch eine Anspielung auf den hervorragenden Film von Sofia Coppola. Aber das muss ich wohl nicht weiter erklären. In Brussels, we are all lost in translation…

Noch ein Nachtrag: Seit September engagiere ich mich mit Gleichgesinnten in der unabhängigen Initiative “Avanti Europe” für ein anderes, demokratisches und föderales Europa. Ein Zugang über Facebook findet sich hier, ein Blog-Eintrag steht hier.

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